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Interne Konkurrenz stört das Betriebsklima

Natürlich geht es nicht ganz ohne Konkurrenz. Es liegt in der Natur des Menschen. Die natürliche Konkurrenz zwischen Menschen um Nahrung, Lebensraum, Partner etc. ist Teil unserer DNA und unterstützt unsere Weiterentwicklung.

Jedoch ist Konkurrenz innerhalb des Unternehmens nicht immer hilfreich oder produktiv, um die Unternehmensziele zu verwirklichen. Wer innerhalb eines Unternehmen Konkurrenzierung schafft, um die Produktivität zu erhöhen, hat den Wandel noch nicht ganz verstanden.

Clevere Unternehmensführung findet andere Wege, um die Mitarbeiter zu motivieren und ihre Leistungen zu steigern. In Schulungen neue Denkansätze zu schaffen, den Mitarbeitern die Angst vor Veränderungen und ein neues Miteinander zu bieten.

 

Konkurrenz belebt das Geschäft

Konkurrenz belebt das Geschäft – sagt man – auch innerhalb der Firma. Aber stimmt das auch? Steigert man die Produktivität der Mitarbeiter durch Konkurrenz? Ist es sinnvoll, wenn die Firmenleitung eine interne Konkurrenz anstiftet, um die Produktivität und Motivation im Unternehmen zu erhöhen?

 

Gefährlicher Aspekt durch interne Konkurrenz

Der Gedanke, dass „etwas“ interne Konkurrenz die Mitarbeiter zu mehr Leistungen anspornen könnte, ist nicht ganz falsch. Leider entsteht der positive Effekt nur in der Theorie. Sicherlich wir es einige Mitarbeiter im Unternehmen geben, die die Herausforderung annehmen und sich tatsächlich mehr anstrengen werden. Sobald der gesunde Bereich des Wettbewerbers verlassen wird, wird es kritisch, für den betreffenden selbst sowie für das Unternehmen.

Das Problem ist, dass nur wenige Mitarbeiter ihre Leistung steigern werden. Es werden nicht 100 Prozent und auch nicht 50 Prozent sein, sondern eher 10 Prozent der Mitarbeiter. Die Folge ist, dass sich die Mehrheit der Mitarbeiter als Verlierer bzw. als Mittelmaß sehen wird und dies ist keineswegs positiv, denn es entsteht Reibungspotenzial. Die Konkurrenz würde von der Mehrheit als negativ aufgenommen werden und würde einer guten Zusammenarbeit und folglich einem produktiven Betriebsklima im Weg stehen. Der New-Work-Mindset ist ein anderer.

 

Negative Folgen interner Konkurrenz

Niemand sieht sich gerne als Verlierer und die Mehrheit der Menschen würde lieber die Konkurrenz ausschalten oder behindern anstelle, dass sie die eigenen Anstrengungen erhöhen, um diese zu überflügeln. Produktivität ist gewährleistet, wenn jeder an seinem Platz steht, und weis, da liegt meine Leidenschaft drin.

Es gibt 2 Fragen, die den Umgang mit interner Konkurrenz entscheidend prägen.

Die 2 Fragen:

  1. Wie groß ist der Ehrgeiz/Leidenschaft der einzelnen Mitarbeiter?
  2. Wie sehen die Lebensprioritäten der Mitarbeiter aus?

 

Ehrgeiz:

Es muss eine große Portion an Ehrgeiz / Leidenschaft vorhanden sein, um mit gesteigerter Leistung und mit mehr Einsatz auf die Situation der internen Konkurrenz zu reagieren. Solange sich der Mitarbeiter sicher ist, mit mehr Einsatz nach vorne zu kommen, läuft alles gut. Das Problem ist nur, wenn sich der Mitarbeiter nicht mehr sicher ist, dass seine Extraleistungen das Ergebnis garantieren, und der Mitarbeiter sich zunehmend unter Duck gesetzte fühlt.

Lebenspriorität:

Ein entscheidender Faktor, ob und wie ein Mitarbeiter auf interne Konkurrenz reagiert ist seine Lebenssituation. Gibt es andere Lebensprioritäten? Gibt es eine Beziehung, eine Familie, usw.? Etwas was wir bei jungen Mitarbeitern immer wieder bemerken. Wie viel Zeit investiere ich in den Job? Was wenn diese Umstände es nicht erlauben, dass er auch Nächte und Wochenenden investiert, um in der Firma voranzukommen? Oft entscheiden gerade diese anderen Lebensprioritäten, ob der Mitarbeiter Zeit und Energie einbringen kann und will, um die Herausforderung zu meistern.

 

Nebenwirkung: kontraproduktives Verhalten

Was passiert, wenn sich Mitarbeiter nicht durch ihre guten Leistungen qualifizieren? Wenn die eigenen Leistungen nicht ausreichen sich im Wettbewerb zu qualifizieren, dann werden sie nach Wegen und Möglichkeiten suchen, dies zu kompensieren. Meistens ziehen sich die Mitarbeiter dann zurück und machen Dienst nach Vorschrift.

Unerwünschte Nebenwirkungen von interner Konkurrenz sind eine Frage der persönlichen Einstellung des einzelnen und wie stark der Druck auf die Mitarbeiter ist.

Der Fokus wird von kollegialer Zusammenarbeit auf (1) wie wird die eigene Leistung wahrgenommen und (2) wie kann ich es vermeiden der Konkurrenz zu helfen, ohne meine Position im Unternehmen zu schwächen.

In meinen Workshops erzählen mir die Mitarbeiter großer Firmen häufig von den Problemen in der Zusammenarbeit, wenn sich eine interne Konkurrenz einmal gebildet hat. Die Themen „Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt“ und andere drehen sich genau um diese Thematik.

Aspekte, die immer wieder angesprochen werden, sind:

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Selbstdarstellung & Selbstmarketing
  • Intrigen & Manipulation
  • Mitarbeiterführung

Abhängig vom Druck auf die einzelnen Mitarbeiter, kann sich die Situation von unterlassener Zusammenarbeit bis hin zu „unsportlichem“ Verhalten entwickeln. Die negativen Aspekte von interner Konkurrenz sind weitreichend und können das Betriebsklima langfristig stören und die Produktivität einzelner Mitarbeiter mindern.